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„Praxis satt“ für angehende Elektroniker

September 2016 - Elektro-Innung eröffnete Kompetenzzentrum im BTI Hammfeld


Sehr angetan vom neuen Kompetenzzentrum Elektrotechnik für die Aus- und Weiterbildung im BTI Hammfeld zeigten sich die Gäste bei der Präsentation. Aus dem Foto von links: Neuss’ Vize-Bürgermeister Dr. Jörg Geerlings, Obermeister Wilhelm Prechters, Ausbilder Helmut Göbbels, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Paul Neukirchen, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein, und Kreishandwerksmeister Rolf Meurer.


Landrat Hans-Jürgen Petrauschke machte den Praxistest: „Wer ist da?“, sagte er an der modernen Türsprechanlage, die zu Schulungszwecken im neuen Kompetenzzentrum Elektrotechnik installiert ist. Seine Frage kam an der Gegenstelle klar und verständlich an – auf dem Weg war die Sprache in digitale Signale umgewandelt worden.
 
„Auch das gehört zu Handwerk 4.0“, kommentierte Wilhelm Prechters, Obermeister der Elektro-Innung Rhein-Kreis Neuss. Gerade die Auszubildenden im Elektrohandwerk müssten angesichts der Digitalisierung und der ständigen Innovationen auf dem neuesten Stand sein. „Früher musste ein Elektriker nicht am PC arbeiten – heute gibt es immer mehr Aufgaben, die elektronisch über Datennetze gesteuert werden. Das muss praktisch geschult werden“, erläuterte Prechters.
 
Jeder Auszubildende im Elektrohandwerk absolviert während der dreieinhalbjährigen Lehrzeit elf überbetriebliche Lehrgänge. Ob aktuelle Telefonanlagen, elektronische Stromzähler, Netzwerktechnik, Schaltungstechnik oder Satellitenanlagen – im neuen Kompetenzzentrum Elektrotechnik für die Aus- und Weiterbildung erhalten die angehenden Elektroniker das nötige Know-how. „Die Auszubildenden haben hier Praxis satt“, erklärte Helmut Göbbels, der gemeinsam mit seinem Kollegen Friedrich Becker die Einrichtung leitet und rund 500 Teilnehmer pro Jahr schult.
 
Das gemeinsame Ziel von Rhein-Kreis Neuss, Elektro-Innung und Kreishandwerkerschaft sei es, die Attraktivität der betrieblichen Berufsausbildung zu steigern und Jugendliche für eine Karriere im Handwerk zu begeistern, sagte Landrat Petrauschke. Deshalb habe der Kreis die Innung bei der Einrichtung des neuen Kompetenzzentrums unterstützt. Es könne „einen Beitrag dazu leisten, dass die berufliche Bildung mehr als attraktive Alternative zum Studium wahrgenommen wird“, betonte der Landrat.
 
Kreishandwerksmeister Rolf Meurer skizzierte die Entwicklung der überbetrieblichen Unterweisung für die angehenden Elektroniker, die seit vielen Jahren im BTI Hammfeld durchgeführt wird. Vor gut zwei Jahren übernahmen die Handwerksinnungen im Rhein-Kreis die Ausbildungswerkstätten in eigener Regie, nachdem das zuvor dafür zuständige Berufsbildungswerk Neuss Insolvenz angemeldet hatte. Jetzt konnte die Ausbildungswerkstatt der Elektro-Innung innerhalb des Berufskollegs umziehen. Im neuen Kompetenzzentrum sollen künftig auch Weiterbildungslehrgänge für Unternehmer und deren Mitarbeiter angeboten werden. „Die Investitionen in die neuen Räume sind gut angelegtes Geld“, so Meurer.
 
Bei Besuchen in Betrieben habe er sich davon überzeugen können, wie innovativ das Handwerk sei, erzählte Dr. Jörg Geerlings, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Neuss. „Hier im neuen Kompetenzzentrum der Elektro-Innung werden die Grundlagen dafür geschaffen, dass dies auch so bleibt“, fügte er hinzu.








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