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20.04.2022

Weg von fixen Strompreisen

Immer mehr Deutsche würden innovative Stromangebote begrüßen, bei denen die Preise variieren – je nachdem, wie viel Sonnen- und Windenergie gerade bereitsteht.

Bild: Pixabay – Steppinstars

Scheint die Sonne und weht ausreichend viel Wind, kostet auch der Strom weniger – was noch wie Zukunftsmusik klingt, würde bei vielen Verbraucher/-innen in Deutschland gut ankommen: flexible Stromtarife. Wie eine aktuelle repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Bundesbürger/-innen ab 18 Jahren ergab, können sich bereits zwei Drittel (69 %) der befragten Personen vorstellen, künftig einen variablen Stromtarif zu nutzen, bei dem Angebot und Nachfrage den Preis beeinflussen.

Derzeit zahlen Haushalte in Deutschland in der Regel einen monatlichen Fixpreis, und das auch zu sonnen- und windreichen Zeiten, in denen regenerativer Strom in großer Menge und günstig verfügbar ist. Dabei würden innovative Flextarife es insbesondere Besitzern von Elektrofahrzeugen ermöglichen, dieses genau dann zu laden, wenn gerade ausreichend regenerativ erzeugter Strom vorhanden ist.

Was erfreulich ist: 80 Prozent der Deutschen geben bereits jetzt an, ihren persönlichen Umgang mit dem Thema „Strom- und Energieverbrauch im eigenen Haushalt“ vor dem Hintergrund des Klimawandels verändert zu haben. Sie nutzen Energie bewusster oder haben auf Ökostrom umgestellt. Fast ebenso viele Deutsche (79 %) wollen zudem einen aktiven Beitrag zur Energiewende leisten, indem sie weniger Strom verbrauchen. Dabei könnten auch sie helfen: intelligente Stromnetze und intelligente Messgeräte, sogenannte Smart Meter. Sie messen den Verbrauch in Echtzeit und helfen so dabei, den Stromverbrauch zu analysieren und gegebenenfalls das Nutzerverhalten zu verändern.

Das Interesse an digitalen, internetfähigen Messgeräten für Wärme oder Strom nimmt daher kontinuierlich zu. Mehr als die Hälfte der Deutschen (57 %) interessiert sich bereits für Smart Meter: 20 Prozent können sich die Nutzung auf jeden Fall vorstellen, weitere 37 Prozent können sich dies eher vorstellen. Auch andere smarte Geräte, die sich dann einschalten, wenn der Strom gerade günstig ist, stehen hoch im Kurs. So gaben 62 Prozent der Umfrage-Teilnehmer/-innen  an, Interesse an solchen Technologien und Anwendungen zu haben.

Quelle: Bitcom / ZVEH

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